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Das sagt Nationalrätin Maya Graf zu folgenden politischen Themen:









BILDUNGS- UND GLEICHSTELLUNGSPOLITIK


Zur Gleichstellung von Frau und Mann in Erwerbsleben und Vorsorge

Die Schweizer Wirtschaft und der Gesundheitsbereich können sich nicht auf einen ständigen Brain-Drain aus den umliegenden Ländern verlassen, sondern müssen endlich mehr in die Aus- und Weiterbildung von Frauen investieren und sich um die bereits bestqualifizierten Frauen auch bemühen und ihnen (und den Vätern!) familienfreundliche Strukturen anbieten. Es muss uns also auf allen Ebenen gelingen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die politische Agenda ist gesetzt.

Gleichstellungsthemen sind aktuell wie nie und das Potential von 51 % der Bevölkerung wichtig für die Zukunft unseres Landes. Alliance F konzentriert sich auf die Stärkung der Frauen in der Wirtschaft als Basis für Wahlfreiheit, Chancengleichheit und ökonomische Unabhängigkeit, und dies nicht nur bei Scheidung oder im Alter. Wenn Frauen bereits beim Berufseinstieg 7-8% weniger Lohn als gleichaltrige Männer bekommen, werden traditionelle Geschlechterrollen zementiert. Denn es ist wirtschaftlich sinnvoller, wenn derjenige sich beruflich weiter entwickelt, der mehr verdient. Teilzeitlich arbeitende Frauen sind deshalb oftmals unterversichert und erreichen keine ausreichende Altersvorsorge für sich selbst. In der Altersreform 2020, die der Bundesrat soeben dem Parlament überwiesen hat, ist es wichtig, auch diese Löhne in die berufliche Vorsorge miteinzubeziehen. Erst, wenn diese Bedingungen erfüllt sind und Lohngleichheit herrscht, kann das Rentenalter der Frauen angepasst werden.

Zu HarmoS in Baselland

Die Grünen haben eine Harmonisierung des Schweizerischen Bildungssystems immer unterstützt. Beim nationalen Bildungsrahmenartikel, der von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern 2006 mit über 80% Ja stimmen angenommen wurde, ist das Ziel, dass es nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich zu einer gewissen Harmonisierung kommen muss. Dies ist keine Gleichschaltung der Wege zum Ziel, aber eine Vergleichbarkeit bei den Stufenübergängen und -abschlüssen, auch bei der Ausbildung der Fachkräfte. Dies macht für den vergleichsweise kleinen Bildungsraum Schweiz in einer immer globalisierteren Wissensgesellschaft Sinn.

Das HarmoS-Konkordat ist dabei ein zentrales Element, weil es die Strukturen harmonisiert (Umsetzung Bildungsrahmenartikel 61 und 62 BV) und damit die Mobilität zwischen den Kantonen für unsere jungen Menschen fördert. Bisher haben fünfzehn Kantone das HarmoS-Konkordat unterzeichnet. Sieben haben den Beitritt abgelehnt (Inner- und Ostschweizer Kantone), vier haben die Entscheidung noch vertagt, einer davon ist unser Nachbarkanton Aargau. Motiv für das HarmoS-Konkordat war und ist die Wahrung des Föderalismus und der Bildungshoheit der Kantone. Nur wenn ihnen das nicht gelingt, hat der Bund das Recht, „top down“ einzugreifen. Das wird er nicht tun, denn seit 10 Kantone beim Konkordat sind, ist es in Kraft. Absurd also, wenn die Initianten der Starken Schule BL „ von Bern diktiert“ sprechen. Ebenso absurd ist es von „gescheitert“ zu reden, bevor mit dem Schuljahr 2015/16 überhaupt erstmals die neue Struktur greifen kann.

Umsetzungsschwierigkeiten und einschneidende Umstellungen vorab bei den Sek I-Lehrpersonen werden nicht abgestritten, können aber nur im konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten gefunden werden. Deswegen gleich mit einem Austritt aus der in Baselland 2010 demokratisch beschlossenen Reform zu reagieren, ist kontraproduktiv. Falsch ist zudem das Argument, dass der unterschiedliche Beginn der ersten Fremdsprache mit einem Austritt aus HarmoS korrigiert werden könnte. Dieser Entscheid hat nichts mit HarmoS zu tun, denn die Kantone haben schon Jahre vorher beschlossen, dass der Beginn der Landessprache nicht interkantonal festgelegt wird. Die Deutschschweizer Kantone konnten sich damals bedauerlicherweise nicht einigen. 


Zum Lehrplan 21

Der Lehrplan 21, ist nicht Teil des HarmoS-Konkordats, obwohl es immer wieder behauptet wird. Das HarmoS-Konkordat ist national, der Lehrplan 21 ist ein Projekt aller Deutschschweizer Kantone, auch derjenigen, die nicht beim Konkordat mitmachen. Beide Projekte der Erziehungsdirektorenkonferenz erfüllen aber den Auftrag des Bildungsrahmenartikels in unserer Bundesverfassung. Die Politik sollte sich nicht in die Pädagogik einmischen, sondern für gute Rahmenbedingungen für Lehrpersonen, SchülerInnen und Elternarbeit sorgen.




LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG


Zum Abkommen TTIP (transatlantisches Freihandelsabkommen EU-USA)

Lebensmittel sind nicht beliebig austauschbare Waren wie Kleidung oder Elektrogeräte. Es sind sensible Produkte, deren Produktion standortgebunden ist und die Qualitätskriterien wie Gesundheit, faire Löhne, Tierwohl, Ökologie und Gentechfreiheit erfüllen müssen. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen erodieren diese Standards aber aufgrund der erbitterten Preiskonkurrenz auf den internationalen Märkten.
Der Ressourcenverbrauch sollte wieder mehr lokal stattfinden, wir können uns wieder mehr entlang der Jahreszeiten ernähren, statt dass wir uns Zugang zu Märkten und Produkten verschaffen lassen, deren Transport alleine einen enormen Energieverbrauch bedeutet.


Zur lancierten Fair-Food-Initiative der Grünen Schweiz

Leider ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht die Qualität - sondern der Preis – und damit das Öko- und Sozialdumping im Zentrum gestanden. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen erodieren jegliche gewünschten Standards aufgrund der erbitterten Preiskonkurrenz auf den internationalen Märkten. Die billige Konkurrenz aus hoch industrialisierten Massenbetrieben und Lebensmittel-Grosskonzernen anderer Länder setzt Bauern und Bäuerinnen sowie die sorgfältige Lebensmittelherstellung einem negativen Wettbewerb aus, der zu Qualitäts-, Sozial- und Ökodumping führt.
Wir verlieren zunehmend die Kontrolle über die Lebensmittelqualität, da zwischen Produktion und Konsum von Nahrungsmitteln immer weitere und undurchsichtigere Wege liegen. Die Fair-Food Initiative setzt genau hier an. Sie will konkret aufzeigen, wie unser Lebensmittelangebot in der Schweiz punkto Nachhaltigkeit gestärkt werden kann. Gesundes und fair und ökologisch hergestelltes Essen haben alle Menschen verdient. Um dies sicherzustellen, braucht der globale Handel mit Nahrungsmitteln klare ökologische und soziale Leitplanken. Beim Handel mit Lebensmitteln soll nicht der Preis primär im Wettbewerb zählen, sondern die Qualität.


Zur Wichtigkeit von wirtschaftlichen Perspektiven für den Erhalt unserer Hochstamm Obstbäume

Ernte und Pflege von Hochstammbäumen auf hohen Leitern sind zeitaufwendig und mühsam. Auch heute braucht es noch viel Handarbeit. Der Ertrag pro Hektar ist geringer als in Niederstammanlagen. Wetterereignisse wie Hagel und Starkregen machen die Ernte unvorhersehbar. Da braucht es viel Herzblut und Freude für die Hochstammbäume, um diesen Mehraufwand auf sich zu nehmen. Doch jedes Engagement hat seine Grenzen. Die Erhaltung der Hochstammbäume und deren Pflege können langfristig nur gelingen, wenn für die Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen auch die wirtschaftliche Seite stimmt. Das grosse Plus des Hochstammanbaus sind die Direktzahlungen durch Bund und Kantone, die die ökologischen Leistungen abgelten. Doch auch die Direktzahlungen reichen nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken. Es braucht auch eine höhere Wertschöpfung über den Obstpreis. Hier setzt Hochstamm Suisse ein und arbeitet erfolgreich mit Handels- und Marktpartnern zusammen. Heute sind bereits mehr als 100 Hochstamm-Produkte auf dem Markt.



Zur Situation der Bäuerinnen

Heute schon haben junge Bäuerinnen vermehrt einen zweiten Beruf, sie arbeiten vermehrt auswärts und entwickeln innovative Projekte auf den Höfen. Und sie werden, das ist mir ein grosses Anliegen, auch bei den Sozialversicherungen und beim Lohn gleichwertige Partnerinnen ihrer Lebenspartner sein. Für die soziale und rechtliche Besserstellung der Bäuerinnen setze ich mich als Nationalrätin ein. Bereits konnte ein Bericht zur Situation der Bäuerinnen in der Schweiz durch ein Postulat von mir erstellt werden. Aber es gibt noch grossen Handlungsbedarf.
Stellen Sie sich vor: heute noch gelten 2/3 aller Bäuerinnen mangels eigenständiger AHV-Abrechnung als „nicht erwerbstätig“. Das muss sich ändern.



GRÜNE WIRTSCHAFT


Zur Förderung von lokalem Handwerk und regionaler Wertschöpfung

Nachhaltiges Wirtschaften unterscheidet sich in einem Punkt ganz wesentlich vom bisherigen „Wachstum um jeden Preis“: Nachhaltiges Wachstum setzt bewusst nicht auf Rationalisierung und Gleichschaltung von Menschen und Prozessen. Vielmehr ist es auf die Unverwechselbarkeit und das Besondere in lokalen und regionalen Strukturen angewiesen und auch darauf, dieses kreative Potenzial zu nutzen und die Menschen wieder mehr mit einzubeziehen, dort wo sie zuhause sind. Das Lokale und Regionale bekommt so einen ganz besonderen Stellenwert, das Wissen und Können muss vor Ort wieder vermehrt abgeholt werden. Das hilft auch konkret der Kreislaufwirtschaft, also der Wiederverwertung möglichst vieler Materialien und Rohstoffe, die in unseren Produkten enthalten sind.


Zur Grünen Wirtschaftsinitiative

Das Ziel dieser Volksinitiative der Grünen Schweiz ist, den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 auf eine Erde zu reduzieren. Das bedeutet, die Gesamtumweltbelastung auf ein global verträgliches Mass zu verringern. Die Initiative legt dazu ein verbindliches Vorgehen und die notwendigen politischen Instrumente fest. Im Zentrum steht der Umbau der heutigen Wegwerf- zu einer sog. Kreislaufwirtschaft. Diese geht sparsam und schonungsvoll mit knappen Ressourcen um, nutzt Abfälle zur Wiederverwendung oder Umnutzung, fördert die Wirtschaft des Teilens statt des Besitzens und setzt Energie effizienter ein. So können Emissionen, Abfälle und Verschwendung verringert werden. Als nachhaltiger Wirtschaftsstandort kann sich die Schweiz mit Forschung und Innovationen in diesem Bereich global profilieren.


Zur Frankenstärke

Es braucht eine erneuerte Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, um die Herausforderungen der Wechselkurspolitik zu meistern und gleichzeitig die Wirtschaft zukunftsfähig umzubauen.

1. Die konsequente Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise: Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, verantwortungsvoll arbeiten und lokal verankert sind, sollen belohnt werden. Das Standortdumping mit dem Ziel ausländische Firmen anzuziehen, ist dagegen nicht nachhaltig und entspricht unserem Standort nicht.

2. Zentral ist für uns eine koordinierte Aus- und Weiterbildungsoffensive in Bereichen, in denen der Schweiz die Fachkräfte fehlen, wie bei den MINT-Berufen und beim Gesundheitspersonal. In der Wissenschafts- und Bildungskommission haben wir deshalb beim Beschluss über das Bundesgesetz zur Weiterbildung auch die Betriebe in die Pflicht genommen.

3. Die Förderung von innovativen Arbeitsmodellen mit weniger Mobilität und die Reduktion von Pendlerabzügen. So fordern wir im Bereich „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ die Möglichkeit zur Arbeitszeitreduktion für Männer resp. Väter und die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes, die Umsetzung der Lohngleichheit von Männern und Frauen sowie ein flexibles Rentenalter, die den Betrieben wertvolle Arbeitskraft erhält.

4. Auf dem Arbeitsmarkt geht es uns mit einer Verstärkung der flankierenden Massnahmen um würdige, einträgliche und attraktive Arbeitsbedingungen, die Förderung von GAVs und integrative Massnahmen, damit auch Menschen mit weniger Leistungspotenzial in den Arbeitsmarkt integriert bleiben können.



ENERGIEWENDE


Die Energiestrategie 2050

Der Atomausstieg und die Energiewende sind zentrale Forderungen der Grünen. Dazu haben sie die beiden Volksinitiativen für eine Grüne Wirtschaft und für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie lanciert. Während die erste Initiative auf die Reduktion des ökologischen Fussabdruckes auf einen Planeten abzielt, verlangt die zweite Initiative den raschen Ersatz der bestehenden AKW durch Einsparungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Zusammen bilden sie die Grundlage für einen klima- und naturfreundlichen Ausstieg aus der Atomenergie: den „Grünen Atomausstieg“.

Anlässlich des vierten Jahrestages der Fukushima-Katastrophe haben wir in der Grünen Fraktion alle Parteien aufgefordert, ihr Wahlversprechen von 2011 einzulösen. Damals stimmte eine Mehrheit der heutigen Parlamentsmitglieder für den Atomausstieg bis spätestens 2034. 55 Nationalräte und Nationalrätinnen der Parteien FDP, SVP, CVP, und BDP haben dieses Wahlversprechen inzwischen gebrochen.

Eine Mehrheit des Parlaments hat 2011 den Atomausstieg mit befristeten Laufzeiten für alle bestehenden AKW versprochen. Die Grünen fordern, dass diese Mehrheit zu ihrem Wort steht. Die Legislatur dauert noch bis Herbst, dem Parlament bleiben somit nur wenige Monate, seine Wahlversprechen einzulösen. Zum Glück kann die Bevölkerung 2016 dank unserer Volksinitiative zum Atomausstieg auf 2030 noch ein Wort mitreden.



EUROPAPOLITIK


Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ohne die Bilateralen zu gefährden

In der Europapolitik stellt sich die Frage nach unseren Chancen in der aktuellen Situation. Die EU steht auf dem Standpunkt, dass die vier Binnenmarktfreiheiten nicht verhandelbar sind und insbesondere nicht das Recht auf Personenfreizügigkeit, das sich die EU auch im Inneren hart erkämpfen musste. Optionen wie ein Wiederaufwärmen des EWR oder gar ein EU-Beitritt sind mit Souveränitätseinschränkungen verbunden, die wir nicht tragen wollen. Heisst das nun in Bezug auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative: Keine Chancen, nur Risiken? Wir vergessen dabei, dass wir schon einmal in einer ähnlichen Lage waren. Die Zustimmung zur Alpeninitiative war ein konkretes Risiko für das Landverkehrsabkommen mit der EU von 1994. Es ging um die Forderung aus der Bundesverfassung, wonach „der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene“ erfolgen muss. Denn die Bahn ist viel sicherer als der Strassenverkehr und verursacht weniger Klimaschäden, Luftverschmutzung und Lärm. Dies hat das Schweizer Volk mehrfach bekräftigt: 1992 sagte es Ja zur Neuen Alpentransversale (NEAT), 1994 nahm es den Alpenschutzartikel an, 1994 und 1998 sagte es Ja zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und 1998 Ja zum Bundesbeschluss über Bau und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben im öffentlichen Verkehr. 2004 lehnte es einen zweiten Gotthardstrassentunnel ab. Mit anderen Worten: Die Schweizer Prioritäten in den Verhandlungen mit der EU waren klar.

Die Lösung damals wie heute ist für uns Grüne eine Umsetzung der Initiative im Sinn und Geist des Begehrens, aber nicht im wörtlichen Sinne. Bei der Alpeninitiative war das Ziel klar festgelegt. Insgesamt sollen nicht mehr als 650’000 LKWs auf der Strasse verbleiben. Bei der Masseneinwanderungsinitiative existiert dagegen keine quantitative Zielvorgabe. Doch zur Debatte stand damals wie heute eine Europa-kompatible Umsetzung. Die Lösung damals bestand darin, zur Berechnung des Volumens von 650‘000 LKWs nicht nur den Transit-, sondern auch den Bilateral- und den Binnenverkehr als Grundlage zur Berechnung heranzuziehen. Die von der EU verlangte Lockerung des Verbotes für 40-Tonnen-Lastwagen konnten wir in den Verhandlungen mit der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe kompensieren, die wir zur Subventionierung von Bahninvestitionen verwenden. Am Ende der Verhandlung stand ein Betrag von 325 Franken, den die Fuhrhalter für jede Durchquerung der Schweiz mit ihren 40-Tonnen-Camions bezahlen. Die Schweizer Verhandlungslösung für Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Instrumenten, nämlich der Regelung über den Preis, an Stelle der Steuerung über Kontingente hat sich durchgesetzt. Auch wenn die Umsetzung eher schwierig verläuft, bleibt dennoch festzuhalten, dass die Verhandlungslösung zum damaligen Zeitpunkt richtig und ein Erfolg war, den wir auch auf anderem Gebiet wiederholen können.

Dass wir eine Lösung finden müssen, zeigen die Ergebnisse aktuellsten gfs-Wahlbarometers: Auf die Frage, ob man einverstanden oder nicht einverstanden sei mit der aktuellen Strategie des Bundesrates, sowohl die MEI umzusetzen als auch die bilateralen Verhandlungen nicht zu gefährden, unterstützen fast drei Viertel der befragten Stimmberechtigten genau dieses Vorgehen.




ETHISCHE FRAGEN


Zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik bei der künstlichen Befruchtung (IVF-Verfahren)

Die Grünen machen es sich mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik bei der künstlichen Befruchtung wie andere Fraktionen und auch der Bundesrat mit seiner Vorlage, nicht einfach. Es sind neben medizinischen Fragen auch heikle ethische Fragen abzuwägen. Sollen die im Reagenzglas gezeugten Embryonen in der Petrischale generell nach genetischen und chromosomalen Abweichungen untersucht werden dürfen, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden, obwohl eine gewissen Veranlagung generell noch gar keine spätere Krankheit oder „Abnormität“ bedingt? Wollen wir dieser positiven Selektion von „wertem“ und „unwertem“ Leben ganz die Türe öffnen, im Wissen, dass der Anwendungsbereich sich ständig erweitern wird, Gentests fast täglich zunehmen und der Druck auf die Frauen selbst und auf Menschen mit Behinderung gar zunehmen kann?

Weiter scheint uns schon heute die Frage der überzähligen Embryonen nicht gelöst. Und zuletzt muss man auch ganz klar festhalten, dass die Fortpflanzungsmedizin ein grosses Geschäft darstellt. Bei einer Ausweitung der Präimplantationsdiagnostik (PID) wie es die Mehrheit der Kommission vorschlägt, würden sich 28 Kliniken und Zentren für dieses Angebot interessieren, der Bund würde keine Vorgaben machen, da die Kantone zuständig wären. Zum Vergleich: In Deutschland sind nur gerade 16 Zentren erlaubt, Frankreich verzeichnet drei PID-Zentren. Wenn Sie heute in der Debatte also hören, dass die Ausweitung der PID auch auf unfruchtbare Paare, diesen ersparen würde, ins Ausland zu reisen, dann könnte es in Zukunft umgekehrt sein: Die Schweiz würde als Behandlungsort für PID „Tourismus“ attraktiv.

Doch wir sind uns sehr bewusst, dass es Paare gibt, die eine Veranlagung zu einer schweren Erbkrankheit haben und ohne künstliche Befruchtung und einer Präimplantationsdiagnostik gar kein eigenes Kind haben können und einen langen Leidensweg gehen. Es ist eine ethische Güterabwägung, die sorgfältig gemacht werden muss und sehr persönlich getroffen wird.


Zur Friedenslichtübergabe in Basel an Weihnachten

Frieden ist nicht gottgegeben, Krieg auch nie. Frieden ist aber gottgewünschte harte Arbeit. Denn wir wissen es von uns selbst. Wir Menschen sind schwierige, ambivalente Wesen, wir tragen beides in uns – Wut und Zerstörung, Egoismus. Aber eben auch Liebe, Mitgefühl und der Wunsch und die Tatkraft in einer friedlichen Gemeinschaft zu leben. Gerade die christlichen Kirchen haben eine lange Tradition der Friedensstiftung. Ich wünschte mir ihr Engagement noch aktiver in dem heute so wichtigen Dialog mit anderen Religionen.
 
 
 
AKTUELL
 
22. Juli 2016
Bz-LeserInnenwanderung im Laufental
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Auf der Wanderung von Zwingen nach Aesch haben die bz-Wanderlustigen nicht nur den Plattenpass überwunden, sondern auch die grosse BLKB-Bank bezwungen. Das musste mit einem „Rotchäppli“ Champagner von Stadträtin Sabine Asprion (rechts von Maya Graf) gefeiert werden. Mit dabei von links: die Vizepräsidentin des Landrates Elisabeth Augsburger beim Platznehmen sowie die Landräte Felix Keller und Franz Meyer und Charlotte Fricker aus Baden. Mehr unter http://www.leserwandern.ch!
28. Juni 2016
Maya Graf gibt das Präsidium der Schweizer Allianz Gentechfrei SAG ab.
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An der Mitgliederversammlung der SAG auf dem Bauernhof der Hofgemeinschaft von Maya Graf wurde diese fantasievoll und feierlich als Präsidentin verabschiedet. Nach 15 Jahren bleiben viele Erfolge, schöne Erinnerungen, ein grosses Netzwerk und ein tolles Vorstands- und Geschäftsleitungsteam zurück. Die wichtige Arbeit wird NR Martina Munz (auf dem Bild rechts neben Maya Graf) weiterführen.

http://www.bzbasel.ch/basel/baselbiet/maya-graf-sonst-verlieren-wir-die-kontrolle-ueber-unsere-ernaehrung-130389411!
22. Juni 2016
Diner Baukultur auf dem Roche Towers 1
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Auf Einladung der SIA und der parl. Gruppe Kultur besuchten PolitikerInnen und Fachleute der Baukultur aus der ganzen Schweiz den höchsten „Turm“ der Schweiz in Basel, gebaut von Herzog & de Meuron.
18. Juni 2016
Sommerfest TFOS der Tibetischen Frauenorganisation Schweiz in Rikon ZH
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Herzlicher Empfang am tibetischen Sommerfest durch die Präsidentinnen der Tibetischen Frauenorganisation Schweiz: Yangkyi Nelung, die ehemalige Präsidentin (rechts) und Tsering Manee, die neue Präsidentin (links) von NR Maya Graf, Co-Präsidentin allianceF
07. Juni 2016
Viel Frauenpower beim Fussballspiel FC-Nationalrat gegen FC- Swisscom
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Bei der Swisscom kämpften 8 Fussballerinnen, beim FC-NR mit NR Kathrin Bertschy und NR Maya Graf (rotes Dress) 2 Fussballerinnen um den Sieg. Cooles und freundschaftliches Spiel in Vorfreude auf die EM2016 mit einem 6:2 Sieg für den FC-NR.
28. Mai 2016
Alliance F verabschiedet Resolution für Lohngleichheit
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An ihrer Delegiertenversammlung fordert die alliance F mit einer Resolution das Parlament auf, die bereits aufgegleisten Botschaften zur Lohngleichheit und zur besseren Vertretung von Frauen in den Führungsetagen in der Legislaturplanung zu belassen und zu behandeln. Eine Diskussionsverweigerung wäre eine Affront gegenüber jeder erwerbstätigen Frau in diesem Land.

Resolution alliance F hier:
 
09. Mai 2016
Frauenpower aus dem Parlament am Frühlingsapéros des Angestelltenverbandes b. Basel
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Spannendes Podiumsgespräch zwischen Ständerätin SP Anita Fetz, FDP Präsidentin Petra Gössi und Nationalrätin Grüne Maya Graf
(v.l.n.r) über persönliche Erfahrungen mit der Gleichstellung der Geschlechter in der Politik. 
01. Mai 2016
Hofbesuch von brasilianischem Bauer und Aktivist der brasilianischen Landlosenbewegung MST
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Celso Ribeiro Barbosa (mitte) war als Bauer und Aktivist der MST für die GV der Syngenta nach Basel gekommen. Er besuchte unseren Hof mit Christoph Wiedmer, Geschäftsführer GfBV (Gesellschaft für bedrohte Völker) zum spannenden landwirtschaftlichen Austausch. Mehr in der Carte Blanche der Volkstimme vom 7.5.16, siehe "weiterlesen"
 
24. April 2016
Brückenaktion am Oberrhein gegen verantwortungslose Atomkraft.
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An über sieben Rheinbrücken des Oberrheins nahmen mehrere tausend Menschen zum Gedenken an die Atomkatastrophe in Tschernobyl teil und demonstrierten gegen das gefährliche AKW Fessenheim F. Nie darf ein Unfall passieren, sonst verlieren wir alle unsere Heimat für immer. In Basel an der mittleren Rheinbrücke gabs ein Grusswort von meinem Grünen Kollegen aus dem Landtag von Baden Württemberg Josha Frey. Mit dabei der Lörracher Grüne-Kreisvorsitzende Bernd Martin (links)
16. April 2016
Neuer Vorstand für Hochstamm Suisse
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An der Generalversammlung im einzigartigen Baumhaus auf dem Archehof Neuhof von Urs Amrein in Hildisrieden LU präsentiert sich der neu gewählte Vorstand, bereit Hochstamm Suisse weiterhin erfolgreich weiter zu bringen (v.l.n.r.): Urs Amrein (Hochstammfreunde Seetal), Josiane Enggasser (Schweiz.Obstverband), Gertrud Burger (ProSpezieRara), Maya Graf (Co-Präsidentin, NR), Peter Zahner (Vereinigung Hochstamm-Obstbau CH), Hans Oppikofer (Bio-Obstbauer mit Mosterei TG), Werner Bossard (Ramseier Suisse AG), Béatrice Gut (Rigi-Zuger-Chriesi AG), Martin Heller(Co-Präsident, Obstbauer). Es fehlt Pascal König (BirdLife). Mehr unter http://hochstamm-suisse.ch!



18. März 2016
Schweizer Filmpreis 2016
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An der Verleihung der Schweizer Filmpreise in Zürich darf er nicht fehlen: Ivo Kummer, Leiter Sektion Film des Bundesamtes für Kultur, hier mit NR Kathy Ricklin und NR Maya Graf, beides Mitglieder der nationalrätlichen Kulturkommission.
18. März 2016
Wenn Schwan und Wolf das grössere Risiko als alte AKWs sind - Carte Blanche Volksstimme BL
Am 4. März 2016 war die Nachricht auf allen Sendern: „Der Störfall im AKW Fessenheim war gravierend, das wahre Ausmass wurde seit 2014 vertuscht.“ Für den deutschen Atomaufsichtsexperten Mertins war es der bisher gefährlichste atomare Zwischenfall in Westeuropa. Wir Grünen arbeiten mit Hochdruck im Landrat und im Bundesparlament daran, dass die betroffenen Regierungen Frankreich die Abschaltung des Schrottreaktors abringen. Warum die SVP- und FDP-KollegInnen aus Baselland meine entsprechende Motion an den Bundesrat nicht unterzeichnen wollten, ist unverständlich.
 
14. März 2016
Grüne Baselland auf Besuch im Bundeshaus
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50 Mitglieder der Grünen BL haben auf Einladung von NR Maya Graf die Frühlingssession besucht. Nach dem Tribünenbesuch gabs einen feinen Bio-Apéro in der Galerie des Alpes, abschliessend ein grünes Happening unter Aufsicht der drei Eidgenossen…
08. März 2016
Internationaler Tag der Frau im Bundeshaus
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Frühlingserwachen für Lohngleichheit fordern die Nationalrätinnen der Grünen Fraktion: v.l.n.r Regula Rytz, Adèle Thorens, Maya Graf, Sibel Arslan, Lisa Mazzone, Christine Häsler.
22. Februar 2016
Syngenta und die Agroindustrie – weiter wie bisher ist keine Option
Für den Tages-Anzeiger-Politblog

Die China National Chemical Corporation will Syngenta kaufen. Das Problem an solchen Fusionen ist, dass eine Industrie an Marktmacht gewinnt, die ihr Geschäft mit unserer Nahrung und unseren natürlichen Lebensgrundlagen betreibt. Von den wichtigsten 100 Nutzpflanzen der Welt werden mehr als 70 von Bienen bestäubt. In China bestäuben mittlerweile Menschen Obstbäume von Hand. Ein Ergebnis des weltweiten Bienensterbens u.a. verursacht durch Pestizide wie Neonicotinoide oder Paraquat.
 
14. Februar 2016
Glarner Landratsbüro zu Besuch an der Sissacher Fasnacht
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Tolle Begegnung mitten im Fasnachtstreiben von Glarner und Sissacher PolitikerInnen: (v.l. n.r) Landrat Stefan Zemp, NR Maya Graf,
Landrat und Vizepräsident Kanton Glarus Mathias Zopfi mit Partnerin Karin Weibel und Gemeindepräsident von Sissach in kognito ;)!
03. Februar 2016
Vorpremière des Kinofilms "Suffragette" im RiffRaff Zürich mit Podiumsdiskussion
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Suffragette, ein brillianter Film, der unter die Haut geht: Mutige Frauen kämpfen Anfangs des 20. Jahrhunderts in England um
Frauenstimmrecht und Würde. Im anschliessenden Podium diskutieren Co-Präsidentin AllianceF Maya Graf, Valetin Vogt, Präsident
Arbeitgeberverband und die Historikerin Sabine Gisiger unter der Leitung von Helen Issler (v.l.n.r.) über die noch immer wichtige
Gleichstellungspolitik der Schweiz 100 Jahre später. Mehr unter http://www.movies.ch/de/film/suffragette/!
14. Januar 2016
Nachtcafé Volksstimme vom 14.01.16 mit Gilles Tschudin
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Ein interessanter, feinfühliger Gast im Nachtcafé: Schauspieler und Theatermann Gilles Tschudin mit Moderator Robert Bösiger
und NR Maya Graf.
Foto: Volksstimme BL
12. Januar 2016
Regionales Komitee gegen die 2. Gotthard Röhre
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Mehrverkehr und fehlendes Geld für Aggloverkehrsprojekte – ein breit aufgestelltes Komitee wehrt sich gegen die Fehlinvestition von 3 Milliarden Franken für eine 2. Strassenröhre durch den Gotthard: (v.l) David Wüest (GLP Grossrat), Elisabeth Augsburger (EVP Landrätin), Maya Graf (NR Grüne ), Claude Janiak (Ständerat BL), Beat Jans (NR SP).
02. Dezember 2015
Feier für die neue Nationalratspräsidentin Christa Markwalder in Burgdorf
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Gemeinsames feiern mit Bundesrat Schneider-Ammann, den zwei ehemaligen Nationalratspräsidentinnen NR Maya Graf (2013) und SR Pascale Bruderer (2010) und der frisch gewählten Nationalratspräsidentin