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GLEICHSTELLUNG

Gleichstellung von Frauen & Männern

Geschlechtergleichstellung ist eine fundamentale Voraussetzung für gesellschaftliches und wirtschaftliches Wohlergehen. Das sollte uns zu denken geben. Denn in den vergangenen Jahren sind wir im WEF Gender Gap Report aus den Top 10 geflogen und liegen mittlerweile auf Platz 20. Die Schweiz ist reich an hochqualifizierten, talentierten Frauen – und trotzdem machen wir Rückschritte. Frauen sind in Führungspositionen, politischen Ämtern und ganz allgemein da, wo es um Führungsverantwortung geht, deutlich untervertreten. Wir vergeuden die Hälfte unseres Erfahrungsschatzes und unseres Arbeitskräftepotentials, und gefährden damit den Wohlstand, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und unserer Volkswirtschaft. Alarmierend ist insbesondere, dass in der Schweiz nicht einmal ein Fünftel aller Stellen in Zukunftsbereichen wie der künstlichen Intelligenz und der Automation von Frauen besetzt sind. Aller Voraussicht nach wird sich die Ungleichheit durch die voranschreitende Digitalisierung noch weiter verschärfen, wenn wir nicht endlich griffige Massnahmen einleiten. Doch wenn wir im bisherigen Tempo weitermachen, sind wir laut WEF Report noch in 80 Jahren nicht am Ziel. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen und mehr Vorbilder. Echte Veränderung ist nur möglich, wenn endlich ein Umdenken stattfindet.

In meiner Rolle als Co-Präsidentin bei alliance F setze ich mich für die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft und mit Kampagnen wie #HelvetiaRuft vehement für eine angemessene Vertretung von Frauen in der Politik ein. Und ein Meilenstein waren die Wahl von Viola Amherd und Karin Keller-Suter in den Bundesrat im Dezember 2018. Es konnte damit wieder eine angemessene Vertretung beider Geschlechter erreicht und die Geschlechterkonkordanz im Bundesrat realisiert werden.

Schritte in die richtige Richtung stellen die parlamentarischen Entscheide zugunsten von Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung sowie die Umsetzung von Lohngleichheitskontrollen dar. Grund zur Hoffnung geben ausserdem die Bemühungen für eine Elternzeit (Forderung nach 28 Wochen Elternzeit) und die Initiative zur Stärkung der Pflege, deren Annahme im Hinblick auf den demografischen Wandel und die Stärkung eines der wichtigsten vorwiegend weiblichen Gesundheitsberufes essentiell ist. Im Rahmen der anstehenden Aktienrechtsrevision schliesslich sollen Diversity-Vorgaben für Leitungsgremien der Wirtschaft verankert werden. Und in der Landwirtschaft wird die soziale Absicherung der Bäuerinnen mit der Agrarpolitik 22+ endlich rechtlich geregelt.

Für die Beseitigung diskriminierender Lohnunterschiede, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für die Prävention und Bekämpfung häuslicher Gewalt und ganz zentral auch für die Reform der Altersvorsorge. Heute ist die Altersarmut weiblich, weil viele Frauen Teilzeit arbeiten und dadurch fürs Alter ungenügend versichert sind. Sie werden für ihre teils jahrzehntelange Betreuungsarbeit bestraft. Mit der Reform von AHV und 2. Säule muss sichergestellt werden, dass Personen mit kleinen und Teilzeit-Einkommen anteilsmässig ebenso versichert sind wie Vollzeitangestellte. Auch unser Rentensystem muss an die sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse und neue Arbeitsmodelle angepasst werden.

Gleichstellung von LGBTIQ*

Ich setze mich für die gesellschaftliche Öffnung und die gesetzliche und tatsächliche Gleichstellung aller Menschen und Lebensformen ein. Denn obwohl Artikel 8 der Schweizerischen Bundesverfassung Diskriminierung aufgrund der Lebensform – und somit Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet, haben Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transmenschen, intergeschlechtliche und queere Menschen (LGBTIQ*) in der Schweiz im Alltag noch immer mit Diskriminierung zu kämpfen.

Ich setze mich im Parlament für die Ehe für alle ein– ein Anliegen, das heute glücklicherweise endlich mehrheitsfähig zu werden scheint. Für die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare ist für mich klar: auch der Zugang zum Adoptionsverfahren und zur Fortpflanzungsmedizin für homosexuelle Paare muss gewährleistet sein. Zudem fordere ich konsequenten Diskriminierungsschutz für LGBTIQ*-Menschen und dass die Bevölkerung für verschiedene Lebensmodelle sensibilisiert wird. Nicht zuletzt mache ich mich für LGBTIQ*-Menschen in der Migrationspolitik stark: Ich fordere, dass die sexuelle Orientierung von den Behörden als Fluchtgrund anerkannt wird und LGBTIQ*-Asylsuchende vor Gewalt und Diskriminierung geschützt werden.
 
AKTUELL
 
29. April 2021
Wir Bäuerinnen und Frauen vom Land, stehen ein für eine faire Diskussion
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Wir sind Bäuerinnen und Frauen, die sich mit dem ländlichen Raum beschäftigen und wir haben unterschiedliche Meinungen zu den beiden Initiativen, die am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommen (Trinkwasserinitiative, Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide). Wir setzen uns jedoch ein für eine faire und sachliche Diskussion. Wir akzeptieren andere Meinungen und gehen respektvoll miteinander um.
 
06. April 2021
Zweite Frauensession im Bundeshaus am 29./30. Oktober 2021

Ab heute können Frauen* schweizweit für die zweite offizielle Frauensession im Bundeshaus kandidieren und sich als Wählerin registrieren. 246 Frauen aus allen Regionen der Schweiz werden am 29./30. Oktober in den Nationalratssesseln Platz nehmen und ihre dringlichsten
Anliegen diskutieren. Zum Schluss überreichen sie Parlament und Bundesrat konkrete Forderungen. Um den politischen Grossanlass durchführen zu können, lanciert alliance F heute ein Crowdfunding.
 
24. März 2021
MEINE BILANZ ZUR FRÜHJAHRSSESSION 2021
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Auch die Frühjahrssession stand ganz im Zeichen der COVID-19 Krise. Dank regelmässigen Tests, Maskenpflicht und Plexiglasschutz funktionierte der Ratsbetrieb zum Glück reibungslos. Schliesslich mussten wichtige Geschäfte wie die Anpassungen des COVID-19 Gesetzes zur Bewältigung der Krise, die AHV-Reform, die Gesetzesänderung zur Cannabisfreigabe als Arzneimittel, ein griffiger Gegenentwurf zur Pflegeinitiative, die Agrargeschäfte und weiteres mehr beraten und verabschiedet werden.
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22. März 2021
Regionale überparteiliche Allianz für die Volksinitiative zur Einführung der Individualbesteuerung
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Endlich geht es vorwärts mit der Individualbesteuerung. Ich freue mich im soeben gegründeten Regionalkomitee zur Volksinitiative für eine Individualbesteuerung mitzuwirken. Und ich freue mich besonders auch als CO-Präsidentin von alliance F. Denn an der Delegiertenversammlung vom 19.03.21 fassten die Mitglieder den einstimmigen Entscheid zur Unterstützung der Volksinitiative zur Einführung der Individualbesteuerung. Die von den FDP-Frauen lancierte und überparteilich getragene Initiative fordert eine zivilstandsunabhängige Besteuerung. Seit Jahren ist es ein zentrales Anliegen der alliance F, dass die Progressionsstrafe für die zweitverdienende Person in der Ehe – fast immer die Frau – abgeschafft wird. Das heutige Steuersystem begünstigt Ehen, in denen nur der Ehemann arbeitet. Eine Individualbesteuerung ist deshalb zentral für eine wirkliche Gleichstellung von Frau und Mann und gibt der ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen Schub.
 
19. März 2021
Sessionsrückblick zum nachschauen
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Tops und Flops aus der Frühjahrssession 2021: Im Live-Gespräch mit der Baselbieter Nationalrätin Florence Brenzikofer und dem Generalsekretär der Grünen Florian Irminger blickt Maya Graf auf die vergangene Session zurück. Das Gespräch kann hier angeschaut werden.
15. März 2021
Votum von Maya Graf zur Stabilisierung der AHV (AHV21)

Welche Enttäuschung nach der Abenddebatte vom 15. März 2021 im Ständerat: Die AHV wird auf dem Buckel der Frauen saniert, obwohl sie 1/3 weniger Rente als die Männer erhalten. Die Frauen tragen mit Rentenalter 65 mit 10 Milliarden Franken an die AHV bei, erhalten im Gegenzug aber nur Almosen. Die bürgerliche Mehrheit verschlechtert kompromisslos die AHV21-Reform weiter und nimmt den Frauen auch noch den Rentenvorbezug ab 62. Dies ist keine faire Lösung.
07. März 2021
Eidg. Abstimmung zur Volksinitiative «Verhüllungsverbot»
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Ein Frauenkomitee mit 100 Erstunterzeichnerinnen, alle grossen Frauendachverbände wie alliance F, der Katholische Frauenbund, die Evangelischen Frauen Schweiz, die Jüdischen Frauen Schweiz und unzählige weitere Organisationen sagen Nein zu einem Burkaverbot in der Bundesverfassung. Für uns Frauen ist klar: Wer die Rechte und die Selbstbestimmung der Frauen schützen und stärken will, ermöglicht durch ein Nein zur Initiative den indirekten Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament für mehr Gleichstellung und Integration. Ständerätin Maya Graf nimmt in der Volkstimme BL Stellung, warum sie auch als Feministin entschieden Nein sagt.
 
07. Februar 2021
50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz
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Erst seit 50 Jahren ist die Schweiz eine wirkliche Demokratie. Heute ist das Schweizer Parlament weiblicher als jedes andere vor ihm. Seine Agenda ist jedoch immer noch lang. Die Forderung nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie, nach einer Elternzeit und Individualbesteuerung, nach griffigen Massnahmen gegen Gewalt und nach Abkehr von Geschlechterstereotypen und –diskriminierung stehen darauf. Die Gestaltung einer gleichberechtigten nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft braucht nach wie vor unseren vollen Einsatz. Dafür engagiere ich mich auch überparteilich als Co-Präsidentin von alliance F.
 
16. Januar 2021
Einflussnahme Chinas auf die offizielle Schweiz
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Lesenswerte Recherche in der NZZ am Sonntag zur Einflussnahme Chinas auf die offizielle Schweiz. Endlich wird die Entwicklung zum Thema. Wer sich beispielsweise für Taiwan, Tibet, die Uiguren oder jüngst Hongkong einsetzt, verweist schon lange darauf. Es gibt Anzeichen, dass China-kritische Parlamentarierinnen und Parlamentarier von China bespitzelt werden: Die chinesische Botschaft interveniert beim EDA, wenn ihr ein parlamentarisches Verhalten nicht passt. Das ist ein Eingriff in unsere Souveränität und damit inakzeptabel. Die offizielle Schweiz muss nun klare Grenzen ziehen. Es braucht eine Chinastrategie, welche Menschenrechte priorisiert und wirtschaftliche Sanktionen zulässt.
NZZ Artikel
31. Dezember 2020
Leistungsbilanz über das erste Jahr 2020 in der Legislatur 2020-2023
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Am 4. Dezember 2019 wurde ich als erste Ständerätin des Kantons Basel-Landschaft vereidigt. Mit meinem Einsitz in die kleine Kammer des Bundesparlaments übernahm ich auch das Amt als Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK-S), das Vizepräsidium der Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) und wurde Mitglied der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S), sowie der Kommission für Wissenschaft-, Bildung- und Kultur (WBK-S).
 
24. Dezember 2020
Solidarität und Menschlichkeit ist die Botschaft von Weihnachten
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Eigentlich wollte ich hier eine kurze Bilanz meines ersten Jahres als Ständerätin ziehen. Ich wollte berichten, wie viel Freude mir das Amt macht, wie ich in der Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission zusammen mit meiner Kollegin Eva Herzog einen höheren Finanzbeitrag für das Schweizerische Tropeninstitut und das swisspeace Institut in unserer Region erreichte und einen höheren Kredit für die berufliche Weiterbildung.
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15. Dezember 2020
Interpellation und Postulat zu Menschen mit Handicap in Zeiten der Covid-19-Pandemie
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Menschen mit Handicap und Demenz dürfen in der Covid-19-Pandemie nicht vergessen gehen und sie selbst und ihre Fachorganisationen müssen besser miteinbezogen werden. Der Ständerat hat meine Interpellation 20.4254 behandelt und mein Postulat 20.4253 an den Bundesrat überwiesen.
14. Dezember 2020
Ständerat sistiert Agrarpolitik 22+
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Der Ständerat hat am 14. Dezember 2020 die neue Agrarpolitik 22+ sistiert. Er verhindert damit eine nachhaltige Entwicklung des Land- und Ernährungssystems und das, was die Bevölkerung will. Es braucht jetzt Lösungen für die Umweltprobleme und Perspektiven für die fortschrittlichen innovativen Bauernfamilien, die nahe am Markt produzieren wollen. Ein absolut unverständlicher Entscheid. Mein Votum dazu kann hier angehört werden.
09. Dezember 2020
Frauen in der Politik - früher, heute und in Zukunft
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Am Mittwoch 9. Dezember fand im Käfigturm in Bern ein Politlunch zum Thema "Frauen in der Politik - früher, heute und in Zukunft" statt. Organisiert wurde der Event vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ. Mit dabei waren Rita Jost (Schriftstellerin), Tamara Funiciello (Nationalrätin SP) und Maya Graf (Ständerätin Grüne). Moderiert wurde das Gespräch von Simon Eggimann (DSJ). Das Gespräch kann hier angeschaut werden.
29. November 2020
Nationale Abstimmung vom 29.11.2020: Ja zur Konzernverantwortungsinitiative
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Am 29. November 2020 stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die die Konzernverantwortungsinitiative ab. Maya Graf setzt sich für ein Ja zur Initiative ein. Damit Schweizer Unternehmen Verantwortung übernehmen - auch über die Grenze hinaus.
 
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